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AS3102T-Ein Nas für alle Fälle

Moderator: Ove.B@AST

AS3102T-Ein Nas für alle Fälle

Beitragvon cindywu@AST » Fr Feb 10, 2017 6:51 pm

ASUS Produktchecker: Benutzerbericht für AS3102T

ursprünglicher Text: https://www.amazon.de/review/R24G9YJZ6RN4VE/ref=cm_cr_dp_title?ie=UTF8&ASIN=B017M4J6B0&channel=detail-glance&nodeID=340843031&store=computers

Wer sich nicht zu sehr für die Details interessiert, dem kann direkt hier schon gesagt werden, dass man mit dem 3102T nichts falsch machen kann. Sowohl als reines NAS, Mediaserver und auch als sehr stromsparendes, direkt am Fernseher angeschlossenes, Gerät für Videoabende (Netflix, Amazon Prime, oder lokal gespeicherte Medien) macht das 3102T eine mehr als sehr gute Figur.

Und nun die ausführlichere Version:

Das 3102T ist ein kompaktes NAS mit genug Features als Antwort auf fast alle Wünsche. Das Design ist schörkellos und so weder störend auf, neben, sowie unter dem Schreibtisch, aber wirkt, da es trotzdem kein kleiner, hässlicher, grauer Kasten ist, sondern, wie alle Asus Produkte im Netzwerksegment ein schlicht elegantes Design aufweisen (in diesem Fall das Diamond-Plate-Finish an der Front), im Wohnzimmer neben dem Fernseher absolut nicht deplatziert.
Ebenso schlicht und effektiv wie das Design, kommt der Lieferumfang daher. Netzteil mit Netzkabel (Sowohl mit Schukostecker, als auch Typ G), ein RJ-45 Kabel, 8 Daumenschrauben (alles in mattem Schwarz), eine Installations-CD und eine Schnellanleitung für das Einrichten des NAS. Die letzten zwei Elemente sind eigentlich überflüssig, wie sich recht schnell herausstellte.

[Einbau]
Für den initialen Einbau von Platten benötigt man beim 3102T keinerlei Werkzeug, Kabel, o.ä.. Das Gehäuse verfügt über zwei Daumenschrauben und, einmal geöffnet, zeigt sich das Innenleben des NAS durchaus geräumig, so dass man sich wohl auch mit zwei verbauten Festplatten im Dauerbetrieb und permanenter Belastung der CPU keine Gedanken um die Temperaturen machen braucht.
Für das Anschließen schiebt man lediglich die Platten in die vorgesehenen Bays, bis sie am Ende in den SATA-Steckern sitzen. Anschließend befestigt man sie mit den mitgelieferten Daumenschrauben, baut alles wieder zusammen und ist bereit für das Einrichten. Bis hierhin vergehen nicht einmal fünf Minuten, was schon einmal eine großer Pluspunkt für die Handhabung darstellt.

[Einrichten]
Generell ein eher unbeliebter Punkt, der bei manchen Herstellern gerne etwas lieblos gestaltet wird (führt man ihn doch eher selten aus) ist die initiale Einrichtung des Systems. Mit einem Tunnelblick für die besten Features und perfekte Usability im Betrieb wird hier häufig nicht der gleiche Enthusiasmus an den Tag gelegt.
Wie zu erwarten, ist das „ein Wenig“ anders bei ASUS. Benötigt wird keinerlei Software zum Verbinden, kein Monitor, Tastatur und/ oder Maus, damit man das 3102T einrichten kann. Man nimmt es ans Netzwerk, schaltet es ein und ruft entweder die vergebene IP auf, oder installiert das Asustor Control Center (Beiliegend auf der CD, oder von der Produktseite bei ASUS selbst), welches sucht, findet und danach die Seite des NAS öffnet.
Wer schon einmal einen Router von ASUS eingerichtet hat weiß sicherlich, was auf ihn zukommt. Für alle Anderen lässt es sich recht simpel folgendermaßen ausdrücken: Das Gerät richtet sich selbst ein und möchte bei jedem der 10 nötigen Schritte eigentlich nur darüber informieren, was gerade getan wird. „Mitarbeiten“ muss man nur bei der Vergabe des Admin-Passwortes, der Zeitzone (die aber versucht wird vorher schon an Hand der Browserdaten zu lesen), dem RAID-Einstellungen, sofern man mehrere Platten einbaut (Hierbei wird jeweils auch kurz erklärt, was es damit auf sich hat und ob es eine Ausfallsicherheit gibt – Beispielsweise wird angezeigt, dass bei einem RAID 1 von zwei Platten eine defekt sein darf) und anschließend wird man noch gefragt, ob man sein Gerät registrieren will. Mehr ist für die grundlegende Nutzung als NAS erst einmal nicht zu tun, denn schon jetzt kann man die Standardfreigaben verwenden. Auch Samba ist schon aktiv, so dass man sich auch hier um nichts mehr kümmern muss.

[Interface und weitere Einrichtungsoptionen]
Nun kann man das recht aufgeräumte, und leicht an diverse Smartphone-Betriebssysteme erinnernde, Asustor-Portal bewundern. Und bewundern trifft es ganz gut, denn es gibt fast nichts, das man hier nicht machen, überwachen oder einstellen kann. Die Menus sind mehr als Selbsterklärend (Beispiel: Zugangssteuerung beinhaltet alles, was man für die Nutzerverwaltung oder der Rechtevergabe für diese braucht).
Von Haus aus haben wir hier nun schon die Möglichkeit das 3102T als Multiuser-NAS einzusetzen, einen kleinen Website aufzusetzen, das Gerät als FTP, oder DB-Server (MariaDB ist standardmäßig schon aktiv) zu nutzen und vieles mehr. NFS ist ebenso mit nur einem Klick aktivierbar, wie AFP für Mac-Nutzer.
Neben diesem funktionalen Packet hat Asus aber auch bei den grundlegenden Systemdiensten sauber gearbeitet, so dass von selbstverständlichen Dingen bis hin zu „Nett, dass daran gedacht wurde“ alles dabei ist. Auch hierzu eine kleine Auflistung: Ein Dateiexplorer, der direkt aus dem Web-Frontend Downloads ermöglicht, Cloud-Anbindungen (z.B. Onedrive) und die Synchronisation mit diesen, einfache Backupeinstellungen (FTP, Cloud, Intern, Extern), inklusive der Option für differentielle/ inkrementelle Backups, SMART-Infos der verbauten Platten, ein Aktivitätsmonitor für Speicher, Disks, CPU und Netzwerk, mehrere Systemlogs, die Verbindungen, bis hin zu Dateizugriffen anzeigen können. Sehr praktisch sind auch die gezielten Zugriffseinstellungen (sowohl Nutzer, als auch Quellenbezogen, d.h. man kann beispielsweise gezielt nur FTP einschränken). Zu guter Letzt noch Dr. ASUSTOR, ein kleines Tool, das neben einem groben Systemcheck noch Vorschläge für eine bessere Nutzung und Sicherheit aufzeigt (z.B.: werden regelmäßige Bad-Block-Scans vorgeschlagen)

[Erweiterbarkeit in Software]
Abgesehen von den mitgelieferten Funktionen und Diensten bietet ASUS zudem die Möglichkeit „Apps“ einfach und schnell über die „App Central“ nach zu installieren. So können Python, Perl und diverse andere ebenso installiert werden, wie Torrent-Clients oder Postgres SQL, OwnCloud, ERP-Systeme, ein SVN-Server und viele andere praktische Dinge, derer es zu viele gibt, um sie alle zu nennen. Allerdings ist man bei der Auswahl nicht auf Klassische NAS-, bzw Serverdienste (Web-, Druck- oder Dateiserver) beschränkt. Das 3102T kann auch zum Mediencenter der ganzen Familie werden.
Neben der Möglichkeit mit beispielsweise Plex, oder einem UPnP-Media-Server von ASUS selbst, Medien des NAS von allen Geräten im Netzwerk anzeigen und Stream zu lassen kann man sich auch KODI installieren und, mit angeschlossenem HDMI-Gerät, direkt vom 3102T schauen. Netflix ist standardmäßig schon dabei, aber auch Amazon Prime Kunden kommen nicht zu kurz. Zwar kann letzteres als Plugin in KODI integriert werden, verursacht aber immer wieder Probleme, so dass man recht simpel den vorinstallierten Chrome für das Streamen von Prime-Videos nutzen kann.
So wird aus dem 3102T schnell mehr als nur ein NAS. Es kann, wenn man es will, das mediale Zentrum der Wohnung werden. Und all das, ohne gegenseitige Einschränkungen (Netzwerkauslastung außen vor). In einem Testlauf wurde das Gerät im Wohnzimmer für einen Videoabend an einen Full HD Fernseher angeschlossen. Netflix und Amazon Prime Filme liefen flüssig und ohne Probleme. Gleichzeitig können an mehreren Geräten lokale Videos geschaut werden (Zwei parallel waren hierbei kein Problem). Währenddessen können diese Medienfunktionen ebenfalls die letzten Urlaubsbilder und -Videos flüssig rüber bringen. Und zu guter Letzt kann das Backup des Tageswerkes aus dem Arbeitszimmer auf die internen Platten geschehen.
Da es auch zur Software zählt sei hier ebenfalls die Apps erwähnt, die für iOS und Android eine Komplettverwaltung des NAS ermöglicht, sowie AiRemote als Fernbedienung und noch einige Weitere Asus-Apps, welche die Arbeit mit dem NAS komfortabel und einfach gestalten.

[Erweiterbarkeit in Hardware]
Eine Funktionspalette, egal wie groß und perfekt umgesetzt, ist stets nur so gut, wie die realen Einsatzmöglichkeiten. Hierbei kommen natürlich immer mehrere Punkte zusammen. Ein Einsatz als „MedienPC“ am Fernseher ist nur dann brauchbar, wenn man hierfür nicht meterweise Kabel verlegen muss (Sofern der Router nicht auch dort platziert ist). Ebenso will man mitunter nicht gerade Maus und Tastatur im Wohnzimmer als optische Störelemente haben, wenn sich das 3102T so mühelos eingliedert.
Auch hier wurde mitgedacht. Man ist nicht auf eine Kabelverbindung angewiesen, sondern kann jederzeit mit einen Wifi-Dongle nachrüsten. Die Einrichtung ist ebenso mühelos, wie die Grundinstallation. Hierfür hat ASUS auch eine Übersicht über alle kompatiblen Geräte zur Verfügung gestellt, die, wie so viele andere Infos auch, direkt über die Produktseite abrufbar ist.
Auch das Tastatur- und Mausproblem muss nicht einfach hingenommen werden. Für das 3102T gibt es (leider nur zusätzlich zu erwerben) eine IR-Fernbedienung, die die Menuführung so einfach gestaltet, wie man es von allen guten Digitalreceivern kennt.
Und zu guter Letzt gibt es mit den Sticks von DVBLogic noch die Möglichkeit DVB, Kabel und IP-TV nicht nur mit dem 3102T als „Receiver“ direkt am Fernseher zu schauen, sondern, mit der entsprechenden App von DVBLogic für die Asustor-Geräte, auch auf allen anderen Geräten im Netzwerk.

[Datenübertragung]
Da es sich um ein NAS handelt, sind natürlich keine Transfergeschwindigkeiten zu erwarten, die denen der Platten entsprechen, wenn sie im Rechner selbst verbaut wären. Allerdings muss sich das 3102T auch nicht vor der Konkurrenz verstecken. Mit real erreichbaren 118.3 MB/s (Vergleich intern verbaut 198.3 MB/s) beim Lesen und 118.4 MB/s (intern 205 MB/s) beim Schreiben.
Diese Werte sind natürlich immer abhängig von der Dateianzahl und deren Größe (Viele kleine Dateien drücken die Transferrate, eine Große lässt sie steigen), daher sei erwähnt, dass die angegebenen Werte dem Mittelwert von jeweils 10 Kopiervorgängen für eine 4 GiB-Image-Datei entsprechen. Damit kein Bottleneck entstehen konnte war der Kopierpartner jeweils eine Samsung 840 Pro.
Interessant ist zudem, dass es kaum signifikante Unterschiede zwischen den Raids 0 und 1 gibt, was die Transferraten anbelangt.
In jedem Fall zeigt sich, dass das 3102T sich auch hier sehen lassen kann und auch mit hohem Datenverkehr gut umzugehen weiß. Es kann bedenkenlos als Live auf den eingebundenen Laufwerken gearbeitet werden, ohne dass man größere Einbußen zu erwarten haben dürfte.

[Datensicherheit]

Ein nettes Feature ist die Möglichkeit der hardwareseitigen Verschlüsselung. Auch hier hat man bessere Optionen als „An“ und „Aus“. Man kann für seine Ordner separat die Verschlüsselung aktivieren, so dass nur bestimmte Teile der Platte verschlüsselt werden. (Anm.: Ob es jemanden, der die Platte durchwühlt weniger misstrauisch macht, wenn Teile verschlüsselt sind sei dahingestellt). Aber wie sicher sind die Daten dann nun wirklich?
Verwendet wird eine 256 Bit AES Verschlüsselung, welche, zumindest in naher Zukunft, nicht zu knacken sein sollte. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht möglich ist, nur benötigt man mit einem Bruteforceangriff im Schnitt 2^255 Versuche, was mehr sind, als man im Leben durchführen können dürfte. Auch sind keine Schwachstellen bekannt, die die Versuche um wenige Zweierpotenzen verringern können, aber wie alle Verschlüsselungen basiert die „Sicherheit“ darauf, dass es de facto nicht in einem nahen Zeitrahmen und mit heutigen Mitteln möglich ist die Verschlüsselung aufzuheben, sofern man den Schlüssel nicht kennt. Eine statistische Sicherheit, denn es wäre natürlich auch möglich beim ersten Versuch den richtigen Schlüssel zu raten.
Neben dieser relativen Sicherheit gibt es in vielen Implementierungen von Verschlüsselungsalgorithmen Fehler, so dass der Algorithmus zwar sicher ist, seine Nutzung unter den gegebenen Bedingungen, bzw mit der gegebenen Software, aber nichts bringt. Im vorliegenden Fall konnte keine solche Lücke gefunden werden.
Eine zweite Fehlerquelle sind oftmals nicht gesicherte Keystores, o.ä., so dass die Verschlüsselung selbst zwar makellos, Keys jedoch von findigen Leuten auffindbar sind. Auch eine fest im System bestehende Schlüssel können ein solches Problem sein, was aber die die Schlüsselgenerierung auf Basis eines Passwortes nicht der Fall ist.
In diese und die vorher erwähnte Lückensuche ist c.a. eine komplette Woche geflossen, aber an keiner Stelle finden sich sinnvoll verwertbare Einträge, weder in Dateien, noch im RAM des Systems. Man kann zwar auch ohne Key eine Grobe Inhaltsangabe bekommen, aber außer der Tiefe der Ordnerstruktur, der Anzahl von Ordnern und Dateien und der Information, welche Dateien eigentlich ausführbar sind ist da wenig zu holen. Und selbst dafür muss man erst einmal per SSH in das System rein. Gleiches würde für alle Funde von Schlüsseln gelten, die aber, wie gesagt, als Klartext leider nirgends auffindbar sind.
Daher bleibt nur die Schwachstelle Mensch: Wer die Schlüsseldatei, oder das Passwort an dritte gelangen lässt, dem hilft natürlich keine noch so gute Verschlüsselung weiter.

[Stromverbraucht und Geräuschkulisse]
Abschließend gibt es natürlich noch zwei Punkte, die nicht vernachlässigt werden dürften: Die Lautstärkeentwicklung, sowie der Stromverbrauch.
Ersteres hängt natürlich stark von den verbauten Platten ab, aber aus subjektiver Sicht bewegt man sich in einem sehr humanen Rahmen, auch wenn keine Vibrationsdämpfer bei der Plattenmontage verwendet wurden. Der Lüfter des Systems ist quasi nicht wahrnehmbar und wenn man nicht gerade große Datenmengen schaufelt bekommt man auch von den Platten wenig mit. Bei verwendeten SSDs wäre das System quasi Geräuschlos. Das äußert sich auch darin, dass man beim Ein- und Ausschalten des 3102T durchaus erschrecken kann, ob der lauten Signaltöne (welche lautstärkemäßig übrigens ebenfalls regelbar sind in den Einstellungen).
In Punkto Stromverbrauch macht das 3102T ebenfalls eine wirklich gute Figur. Das liegt u.a. mit am Intel Celeron N3050 mit seinen nur 6W TDP, der dank AES-ni ebenfalls dazu beiträgt, dass die Übertragungsraten in verschlüsselte Ordner, bzw. aus ihnen heraus nur marginal unter den Standardwerten liegen. Der maximal messbare Wert war mit 22 Watt durchaus vertretbar, liefen hier doch Kopiervorgänge in verschlüsselte Plattenordner und Videowiedergabe gleichzeitig. Idle kamen nur 11,7 Watt zu Stande. Im Ruhezustand werden nur noch 0,3 Watt benötigt. In Summe durchaus ein System, dass man bedenkenlos 24/7 laufen lassen kann, ohne sich die Stromkosten an der Armutsgrenze zu nähern.

[Fazit]
Ein perfekt abgerundetes Packet. Als NAS mehr als überzeugend, aber durch die zusätzlichen Fähigkeiten dann letztendlich Perfekt. Ansehnliches, sauberes Design trifft erdrückender Leistung und Featuredichte und komfortable Handhabung. Typisch ASUS.

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cindywu@AST
 
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